Philippsburger Alptraum - Foto4Sale-2

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Philippsburger Alptraum

Reportagen
Es war einmal...

eine kleine verträumte Stadt in Nordbaden mit ehemals 13.500 Einwohnern,
nennen wir sie Philippsburg.

Es gab Schulen bis hin zur Gymnasialstufe,
mehrere Kindergärten,
ein Hallenbad und ein Freibad,
ein AKW das keiner wollte, 2019 endgültig still gelegt und abgebaut ,
ein Reifenwerk das 2018 seinen Betrieb einstellte,
viele Discounter und einige Fachgeschäfte,
ein Ärztehaus und 2 Apotheken
ein Industriegebiet mit Mittelstands- und Kleinbetrieben.

Es gab aber auch viele Bürgerinitiativen die sich gegen alles wehrten wie z.B.:

Angefangen beim AKW das ja seit 2020 abgebaut wird,
Windräder und den Konverter ... der Strom kommt ja aus der Steckdose,
ein Logistikzentrum, das ca. 300 Arbeitsplätze bringen würde,
wo ein Investor für einen Freizeitpark abgewiesen wird ob wohl er Arbeitsplätze und Geld in die Stadt bringt
S-Bahnanschluss... NEIN DANKE und, und und....

Mit anderen Worten:

Alles was die Stadt am Leben erhält und lebenswert macht... PUFF --- weg.

Die jungen Leute ziehen weg weil sie so näher am Arbeitsplatz sind und eine bessere Lebensalität haben.
Die angesiedelten Kleinbetriebe und mittelständischen Betriebe sind pleite und die Geschäftsräume stehen leer und verfallen. Es ist keiner da der ihre Dienste ordert und bezahlen kann.
Der letzte Discounter steht kurz vor der Schließung weil er unrentabel wurde. Die Läden der anderen Discounter verfallen.
Das Hallenbad sowie die Gymnasial- und Mittelstufe des Schulzentrums ist geschlossen weil die Stadt nicht mehr die Mittel hat alles zu unterhalten. Die Grundschule steht vor der Schließung weil die letzten 3 Schüler diese nach Ende des Schuljahres verlassen.
Kitas gibt es lange nicht mehr weil nur noch alte Leute in der Stadt leben.
Das tolle neue Seniorenheim ist nur noch “in Betrieb“ weil ein kirchlicher Träger die Pflegetätigkeiten übernommen hat, aber am Gebäude nagt auch der Zahn der Zeit und die einst so wohlhabende Stadt hat keine Mittel zur Instandhaltung. In den Kirchen werden schon lange keine Messen und Gottesdienste mehr gehalten weil die paar Alten mit dem Rollator die schlechten Strassen nicht nutzen können.
Überall stehen Häuser leer weil die Bewohner verstorben oder weg gezogen sind und verfallen mehr und mehr. Verkäuflich sind die Immobilien lange nicht mehr weil ein Haus das für 500.000€ gebaut wurde selbst für 50.000€ keinen Käufer findet. Selbst die Straßen sind nur noch mit einem Jeep befahrbar weil die Stadt sie mangels Mittel nicht in Stand halten konnte. Ganze Stadtviertel verwildern; die Natur holt sie sich nach und nach zurück. Alles erinnert mich an an eine Geisterstadt aus der Goldgräberzeit im Westen der USA... wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen.

Das alles weil ein paar wenige zu allem Fortschritt NEIN gesagt haben anstatt nach Lösungen zu suchen. Wenn wir zu allem NEIN sagen geht die Zeit und der Fortschritt an uns vorbei und irgend wann hat die Stadt nicht mehr die Kraft und Mittel um den Anschluss zu finden.

Es wird Zeit zum UMDENKEN, zum Reden miteinander und sich Problemen zu stellen. Es wird Zeit gemeinsam nach Lösungen zu suchen die für alle tragbar sind. Es wird Zeit das zu tun damit unsere schöne Stadt lebenswert bleibt. Das geht nur wenn Geld in die Stadt kommt... ohne Geld kann die Stadt das alles nicht erhalten. A sagen ohne B zu sagen geht nicht.


Denkt mal alle darüber nach ob die Zukunft so leicht verschenkt werden soll nur weil ein paar wenige ewige NEIN-Sager gegen alles und jeden sind....  

Autor: Joseph Seel

Fortsetzung folgt

 
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